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Verfasser-Archiv
Presseerklärung Atomausstieg
24.3.2011 von Andrea Wurm.
Der BUND in Saarbrücken äußerte sich zu den Vorfällen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und forderte die Politik auf, den Atomausstieg endgültig und international voranzutreiben. Die Gefährdung durch Kraftwerke in der Region wie Philippsburg, Cattenom, Fessenheim oder Chooz sei nicht länger vertretbar.
Die Ereignisse in Japan zeigten, dass der Mensch auch bei noch so umfangreichen Sicherheitsvorschriften die Vorgänge in einem Kernreaktor nicht unter allen Umständen kontrollieren könne. Es werde in Stellungnahmen oft darauf hingewiesen, dass in diesem speziellen Fall mehrere Ereignisse zusammengekommen seien - ein Erdbeben mit ungewöhnlicher Heftigkeit, ein Tsunami
und schließlich noch der Ausfall der Notstromversorgung. „Zwei dieser Ereignisse treten jedoch an Meeresküsten regelmäßig gemeinsam auf, da ein Tsunami die Folge eines heftigen Erdbebens ist. Dass die Natur Gewalten entwickeln kann, die auch die besten Sicherheitsvorkehrungen aushebeln - damit müssen wir rechnen.“, sagt dazu Andrea Wurm vom BUND Saarbrücken. Die Konsequenz daraus ist für den BUND: „Die Menschheit sollte die Finger von der Atomenergie lassen!“
Dietrich Strohmaier, Sprecher der Ortsgruppe, entkräftet die oft gehörte Rechtfertigung für Atomenergie: „Das Hauptargument der Atomlobby, der angeblich unschlagbar niedrige Preis, sollte angesichts der immensen und kaum bezifferbaren Schäden eigentlich komplett hinfällig geworden sein. Wie gehe ich damit um, dass die derzeitige Mehrheit auch meine Lebensgrundlagen zumindest
gefährdet, wahrscheinlich aber schließlich zerstört? AKWs mit einem Jahrtausende lang strahlenden, lebensgefährdenden Müll dürften keine Betriebserlaubnis bekommen.“
Japan sei weit entfernt, aber auch in unserer unmittelbaren Umgebung gebe es Atomkraftwerke wie beispielsweise Cattenom, so Wurm: „Auch im Saarland besteht ein gewisses Risiko. Hier kommt noch dazu, dass ein deutscher Alleingang dieses Risiko nicht einmal reduziert.“ Daher sei es dringend geboten, dass die Bundesregierung im eigenen Land vorangehe, aber auch ihre Partner in der EU und
weltweit zum Handeln auffordere. Die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien zeige, dass in ihnen viel Potential stecke und Deutschland seinem Ruf als technischer und gesellschaftlicher Vorreiter wieder einmal gerecht werde. Dass in den meisten anderen Ländern die Nutzung von Atomenergie ausgesprochen positiv gesehen werde, bedeute umso mehr eine herausragende Rolle der deutschen Politik beim Atomausstieg. „Wir können die Welt voranbringen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise für demnächst 9 Mrd. Menschen auf der Erde. Frau Merkel, bitte übernehmen Sie!“, so Wurm.
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Einkaufsführer- Nachhaltig konsumieren
22.3.2011 von Andrea Wurm.
Seit einigen Jahren haben wir an dieser Stelle einen Einkaufsführer angeboten, der über ökologisch ausgerichtete Geschäfte im Raum Saarbrücken informiert. Die Daten der einzelnen Einkaufsmöglichkeiten aktuell zu halten, ist jedoch nahezu unmöglich. Daher haben wir uns entschieden, die konkreten Informationen zu bestimmten Geschäften oder Ladenketten aus dem Netz zu nehmen. Dafür gibt es jetzt ausführlichere Hinweise zu nachhaltigem Konsumverhalten, die jeder ,Öko’ seinem eigenen Verhalten zugrunde legen kann. Mit diesem Leitfaden möchten wir möglichst viele Menschen ansprechen, die ständig mit den Schlagwörtern ,Klimawandel’ und ,soziale Gerechtigkeit’ bombardiert werden, die aber (noch) nicht sehen, wie sie selbst in ihrem Leben dazu beitragen können, die Erde zu einem lebenswerten Ort für alle zu machen.
Neben einem allgemeinen Überblick über das Konzept Nachhaltigkeit sollen sich dort Indikatoren finden, die jedem einen Maßstab an die Hand geben, mit dem er oder sie entscheiden kann, wie nachhaltig bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Prozesse sind. Konkret werden aber auch Bereiche für nachhaltiges Verhalten jedes Einzelnen genannt und ein paar ,Wegweiser’ helfen dabei, sich im Konsumdschungel zu orientieren.
Die Anleitung zu nachhaltigem Konsum finden Sie hier.
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Forstschäden im Stadtwald
28.8.2010 von Andrea Wurm.
Hinter dem Leichtathletik-Stadion der Hermann-Neuberger-Sportschule wurden seit dem Frühjahr
auf einer Fläche von etwa der Stadiongröße alle Bäume gefällt, die Wurzelstöcke entfernt und der
Boden planiert. Offenbar wurde dabei mit schwerem Gerät gearbeitet, wie es heutzutage in der
Forstwirtschaft üblich ist und auch von den entsprechenden Berufsgenossenschaften empfohlen
wird. Die Sicherheit der Waldarbeiter ist wichtig, und sie sollte auch soweit irgend möglich
gewährleistet sein. Die schweren Maschinen verdichten nun aber nicht nur den Waldboden,
sondern hinterlassen auch an den nicht gefällten Bäumen Spuren. Die Rinde anderer Bäume ist
an einigen Stellen abgeschabt und es tritt das beschädigte Holz zutage, vor allem dort, wo die
Stämme gelagert und von wo sie dann abtransportiert wurden. Auf dem Fuß- und Radweg entlang
der Straße zwischen den Bushaltestellen Wildpark und Landessportschule kann man diese Spuren
gut erkennen. Es sollte eigentlich für eine nachhaltige Waldwirtschaft selbstverständlich sein, nur
die ausgewählten Bäume zu schlagen und abzufahren, ohne die anderen Gewächse zu schädigen.
Saarbrücken hat einen schönen und ausgedehnten Stadtwald, in dem man das Gefühl hat, ganz
weit weg von allen großen Städten zu sein. Dieser Wald bietet allen Saarbrückern eine wunderbare
Möglichkeit, im Alltag eine Natur zu erleben, in der nicht nur der Mensch im Mittelpunkt steht –
und er wäre es wert, pfleglich behandelt zu werden.
© Foto: Andrea Wurm
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