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Archive für Dezember 2011
Weltklimatag 2011
02.12.2011 von Dietrich Strohmaier.
Anlässlich des Weltklimatags sowie der Klimakonferenz in Durban demonstriert der BUND zusammen mit anderen Gruppen am Samstag, dem 3.12.11 von 11 bis 17 Uhr auf dem Gustav-Regler-Platz (am Rathaus St.Johann) in Saarbrücken.
Wir weisen darauf hin, dass wir Menschen in der Gesamtheit für eine gewaltige Erwärmung der Erde sorgen, die die Lebensverhältnisse auf unserer Erde verändern und dadurch unsere Lebensgrundlagen gefährden. Schon in wenigen Jahren könnten uns Ereignisse blühen, die Leben und Wohlstand bedrohen.
Dies Entwicklung ist relativ langsam gemessen an unserer Lebenszeit, aber schnell gemessen an der unserer Population.
Wir können es schon sehen und fühlen, z.B. dieser vergangene, extrem warme und trockene November, die schmelzenden Gletscher und Eisfelder usw.
Offensichtlich sind die Menschen in ihrer Mehrheit nicht klug genug, sich darauf einzustellen.
Ich hoffe, dass die hier Demonstrierenden selbst das Klima wenigstens nicht so stark schädigen wie die Mehrheit. Maßstab ist die persönliche CO2-Bilanz. Im Durchschnitt liegt diese bei 11 t pro Mensch und Jahr. Um einen Anstieg von 1,5 Grd. C nicht zu überschreiten, dürften es aber höchstens 2 t sein. Eine gewaltige Diskrepanz! Schon jetzt ist abzusehen, dass der Temperaturanstieg wesentlich höher ausfallen wird. Im letzten Jahr ist der CO2-Ausstoß sogar um 6% gestiegen.
Wir appellieren üblicherweise an unsere Regierungen, dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden. Das ist leider nicht der Fall, noch nicht einmal bei der deutschen. Wir brauchen nur anzusehen wie etwa die Autobranche und der Kohlekraftwerksbau gehätschelt werden.
Stattdessen müsste etwa die Steuer auf Energie weltweit stark erhöht werden. Das ist aber nicht zu erkennen.
Dies ist auch nicht verwunderlich, da bei uns ja die Mehrheit leider eine entsprechende umweltfeindliche Regierung wählt. Ich erinnere daran wie die Grünen vor Jahren für ihren Vorschlag 5 DM pro Liter Benzin abgestraft wurden.
Die Mehrheit wählt nicht nur umweltfeindlich sie verhält sich auch so. Die Verbraucher kaufen und fahren schließlich die Autos und die anderen schädlichen Produkte. Ohne sie würde es dies alles nicht geben.
Wenn die Mehrheit aber sich so umweltschädlich verhält: Wie sollen wir dann mit diesen Mitmenschen umgehen? Wenn wir nicht still vor uns hinleiden wollen müssen wir wenigstens unsere “Schniss” aufmachen und uns äußern. Dies tun wir hiermit sichtbar und vernehmbar. Ich fordere alle auf, sich dem anzuschließen sowie sich mit mit dem auf uns zukommenden Gefahren zu befassen und das Verhalten auf umweltfreundlich umzustellen.
Dies bedeutet zuedem nichts anderes, dass wir Umweltschützer uns seelisch so verändern müssen, dass wir solche Auseinandersetzungen bestehen können.
Aber die Mehrheit muss ebenfalls lernen, sich umzustellen. Sonst werden die Naturgesetze ihnen eine gesalzene Rechnung präsentieren.
Dietrich Strohmaier
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