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Keine Antwort ist auch eine Antwort!
Da hatten wir unter dem 02.April dieses Jahres an die Geschäftsführerin des Karstadt Warenhauses in Saarbrücken wie folgt geschrieben und zwar, wie wir meinen, sehr freundlich:
“Sehr geehrte Frau Neumann-Radziszewski,
sicherlich können wir davon ausgehen, dass Ihnen die Zweckbestimmung unserer Organisation bekannt ist, die insbesondere auch darin besteht, Umweltgefährdungen abzuwehren und dagegen aktiv vorzugehen. Im Klima- und auch Lärmschutz sehen wir daher bedeutende Aufgaben unserer Tätigkeit, zu der sich allein in Saarbrücken rund 600 Menschen durch ihre Mitgliedschaft bekennen. Wir bedauern daher, dass Ihr Haus über das Reisebüro Vergnügungsflüge veranstaltet, die im August an 2 Tagen mit einer Junkers Ju52 stattfinden sollen. Dabei ist Fliegen schon als solches durch den damit verbundenen Schadstoffausstoß schädlich genug. Aber reine Nostalgieflüge, wie sie hier angeboten werden, rechtfertigen in keiner Weise die damit für die Menschen in und um Saarbrücken einhergehenden Lärmbeeinträchtigungen, noch die erwiesenermaßen klimaschädlichen Immissionen von Kohlendioxyd usw. Insgesamt sehen wir die von Ihrem Haus angebotenen Sonderflüge nicht als eine verantwortbare Werbung an. Dabei wissen wir, dass es eher auf Gedankenlosigkeit beruhen dürfte, in der heutigen Zeit solche “Angebote” zu unterbreiten. Um so mehr würden wir uns freuen, wenn Ihr Haus im Interesse von Natur und Umwelt - und das heißt insbesondere auch im Interesse der Menschen - auf solche Aktivitäten verzichten würde. Gerne sehen wir Ihrer Antwort entgegen und wünschen Ihnen gleichzeitig viel Erfolg bei Ihrer verantwortungsvollen Arbeit als Leiterin der Filiale Saarbrücken.
Mit freundlichen Grüßen”
Anwort: keine. Die schädlichen Umweltluftnummern fanden statt.
Godehard Grünewald